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Fahren im Winter

Der Winter kommt für viele jedes Jahr überraschend. Bei Schnee und Eis erfordert das Autofahren aber besondere Umsicht.

Fahre ruhig und vorausschauend und vermeide plötzliche oder unkontrollierte Fahrmanöver. Halte Abstand zu voraus fahrenden Fahrzeugen und kalkuliere Überraschungen ein. Andere Fahrzeuge können rückwärts rutschen oder plötzlich ins Schleudern geraten. Fahre also immer so, dass du noch sicher bremsen oder ausweichen kannst.


Winterbereifung

Sommerreifen sind für trockene und nasse sommerliche Fahrbahnen optimiert. Wenn die Temperaturen in den einstelligen Bereich fallen, nimmt die Härte der Gummimischung stark zu und die Reifen können sich der Fahrbahn nicht mehr optimal anpassen. Die Griffigkeit verschlechtert sich und der Bremsweg wird länger, besonders bei nassem Untergrund. Daher empfiehlt es sich ab einer Tagestemperatur von sieben Grad Celsius Winterreifen montieren! Als Daumenregel gilt der Zeitraum von Oktober bis März/April.

Seit 2010 besteht die Änderung der StVO (Straßenverkehrsordnung) bezüglich der Verwendung von Winterreifen. Der Paragraph 2 Absatz 3a legt fest, dass ein Kraftfahrzeug bei winterlichen Verhältnissen wie Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte, nur mit Reifen gefahren werden darf, welche in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG beschriebenen Eigenschaften erfüllen. Vorgeschrieben wird, dass das Profil und die Struktur von M+S-Reifen so angefertigt sein müssen, dass sie auf frischem oder schmelzendem Schnee oder auch Matsch, günstigere Fahreigenschaften garantieren als herkömmliche Reifen. Alle Winter- und Ganzjahresreifen – oder auch Allwetterreifen – die mit der M+S-Kennzeichnung und/oder einer Kennzeichnung mit dem Bergpiktogramm/Schneeflocke versehen sind, erfüllen die im Gesetz bestimmten Anforderungen.

Ein Verstoß gegen die Winterreifen-Pflicht kann ein Bußgeld und Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg mit sich führen. Bei einem Verstoß ist allein der Fahrer verantwortlich und nicht der Fahrzeughalter.


Sehen und gesehen werden

Reinige vor dem Kälteeinbruch von innen die Scheiben gründlich und vermeide so Blendwirkungen bei tief stehender Sonne oder blendendem Gegenverkehr. Säubere regelmäßig die Scheinwerfer und Außenspiegel, im Extremfall vor jeder Fahrt. Im typisch winterlichen Schmuddelwetter führt leider kein Weg daran vorbei.

Sorge dafür, dass alle Scheiben von Eis und Schnee befreit sind – fahre unter keinen Umständen mit einem viel zu kleinen Guckloch los. Das ist gefährlich und du machst dich damit außerdem strafbar. Wenn alle Flächen frei sind, stelle deine Heizungs- oder Klimaanlage auf die Stellung Defrost. Lasse den Motor nicht schon vorher laufen: Das schadet der Umwelt und ist ebenfalls gesetzlich verboten. Hättest du das gewusst?


Scheibenwaschanlage

Sorge für ausreichend Frostschutzzusatzmittel in der Scheibenwaschanlage. Die bläuliche Flüssigkeit kannst du ganz leicht selbst in den Einfüllstopfen des Waschwasserbehälters eingießen. Den Grad des Frostschutzes regulierst du über das auf dem Etikett angegebene Mischungsverhältnis zwischen Frostschutzmittel und Wasser.

Batterie

Deine Batterie muss im Winter besonders viel leisten: Ein kalter Motor springt bei Frost oft nur unwillig an, Heckscheiben und Sitzheizung arbeiten im Dauerlauf. Vermeide daher regelmäßige Kurzstrecken, sie sind Gift für Motor und Batterie und lege dafür ab und zu eine längere Tour ein. Sollte die Batterie einmal schlapp machen, musst du sie nicht gleich austauschen. Oft reicht es, wenn du den Akku für eine Nacht an ein Ladegerät anschließt. Erst wenn die Batterie häufiger schwächelt, muss sie ersetzt werden.




 

 

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